04.01.2025: 2. Neujahrskonzert
Auf Einladung der Deutsch-Österreichischen Gesellschaft Wetzlar
Begeisterte Johann-Strauss-Orchester Wiesbaden 600 Besucher
Wem es nicht vergönnt ist, das weltberühmte Wiener Neujahrskonzert mitzuerleben, der konnte statt dessen das Neujahrskonzert der Deutsch-Österreichischen Gesellschaft (DÖG) Wetzlar in der Wetzlarer Stadthalle besuchen. Und etwa 600 Musikbegeisterte nahmen diese Gelegenheit wahr. Und auch wenn Wetzlar an der Lahn nicht Wien an der Donau ist, sprang der Funke der Begeisterung beim Publikum sofort über.
Kein Wunder, denn das Johann-Strauß-Orchester Wiesbaden präsentierte im Jahr des 200. Geburtstages des „Walzerkönigs“ Johann Strauss überwiegend Werke aus dem schier unerschöpflichen Repertoire des bedeutendsten Sprösslings der mehrere Komponisten-Generationen umfassenden Strauss-Dynastie.
Ein Dutzend wunderbare Kompositionen waren zu hören, bis hin zum berühmtesten aller Walzer, der seit 158 Jahren die Zuhörer mitnimmt auf die schöne blaue Donau. Durch das DÖG-Neujahrskonzert führte wie im Jahr zuvor Moderatorin Claudia Grundmann mit musikalischen und historischen Erläuterungen und Anekdoten.
Jud Perry dirigiert das Orchester erst seit kurzen
Zu Beginn dankte sie dem jungen Dirigenten Jud Perry, dessen Dirigat die 27 Mitglieder des Johann-Strauss-Orchesters Wiesbaden erst seit wenigen Wochen Folge leisten. Der vorige Dirigent Peter Zelienka, dessen lebhafte und impulsive Orchesterleitung den Besuchern des Neujahrskonzertes im letzten Jahr noch in Erinnerung ist, verstarb im November 2024 überraschend im Alter von 63 Jahren. Zelienka wiederum hatte die Orchesterleitung 2021 vom langjährigen Gründungsdirigenten Herbert Siebert übernommen. Dieser dirigierte „sein“ Orchester bei dessen erstem Auftritt in der Wetzlarer Stadthalle im Oktober 2018 mit einer ganz besonderen Ausstrahlung, die sein damaliges Alter von 87 Jahren völlig vergessen ließ.
Neben den Johann-Strauss-Werken „Deutschmeister Jubiläums-Marsch“, „Künstlerleben“, „Perpetuum mobile“, „Rosen aus dem Süden“, der Fledermaus-Ouvertüre, „Vergnügungszug“, „Reitermarsch“ und „An der schönen blauen Donau“ bereitete Claudia Grundmann das Publikum auch auf Werke von Emmerich Kálmán („Höre ich Zigeunergeigen“, Franz von Suppé („Ouvertüre zu „Leichte Kavallerie“), Carl Millöcker („Ach, wir armen Primadonnen“) und Josef Strauss („Eingesendet“) vor.
Höhepunkte sind die Auftritte der Sopranistin
Als besondere Höhepunkte erwiesen sich die vier vom Orchester begleiteten Auftritte der aus Polen stammenden, aber schon viele Jahre in Deutschland lebenden Sopranistin Hanna Czarnecka, die die Stadthalle mit ihrer ebenso voluminösen wie variantenreichen Stimme ausfüllte. Czarnecka gestaltete das Auftrittslied der Mariza aus „Gräfin Mariza“ von Kálmán, Millöckers Lied der Harriet aus „Der arme Jonathan“ sowie dem Couplet der Adele „Mein Herr Marquis“ aus der Operette „Fledermaus“ und dem „Schwips-Lied“ aus „Eine Nacht in Venedig“, beides von Johann Strauss.
Eine Reihe von schmissigen Zugaben rundeten das in sich stimmige Neujahrskonzert der DÖG scghließlich ab. Eine davon war der Radetzky-Marsch von Johann Strauss (Vater), der in einem solchen Programm einfach nicht fehlen darf. Das Publikum konnte beschwingt, besinnlich und frohgestimmt in das neue Jahr gehen.
Dank an Orchester, Publikum und Vorstand
DÖG-Präsident Hans-Jürgen Irmer dankte Claudia Grundmann für die gelungene und überaus charmante Art der Moderation und dem Gesamtensemble für ein fantastisches Konzert (das 3. Neujahrskonzert findet am 3.1.2026 um 19 Uhr in der Stadthalle statt), dem nicht nur fachkundigem, sondern auch begeistertem Publikum für das große Interesse, Schirmherr Ralf Hedrich und Ehefrau Sabine ebenso Volksbank-Vorstand Dr. Peter Hanker für die Unterstützung sowie seinem DÖG-Vorstand, der mit 25 „Mann“ im Einsatz war, um rund um das Konzert die Verköstigung zu übernehmen, da der Wetzlarer Hof zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch nicht wieder bewirtschaftet war. Aber alles klappte perfekt, genauso wie die Unterstützung der Fa. Blumen Weiß und den Mitarbeitern der Stadthalle. Lohn für alle Mühen war langanhaltender Beifall.
Bitte vormerken:
Konzert mit den Leipziger Philharmonikern am Sonntag, 14.9.2025, 17 Uhr Stadthalle Wetzlar.



